LBE Logo altDas Bedürfnis, weiter und schneller zu reisen, ging auch an der LBE nicht vorbei. Zwischen 1907 und 1911 beschaffte die LBE sieben S 5 für den leichten und mittleren Schnellzugdienst. Damit folgte auch die LBE der technischen Entwicklung im Dampflok- und Waggonbau.

1912 wurde die erste an die preußische S 10 angelehnte Lokomotive mit der Betriebsnummer 80 “Weichsel”  beschafft; 1917 erhielt die Lok entsprechend dem neuen Nummernplan die Betriebsnummer 21.

Wie bereits bei den S 5 Lokomotiven, wurden die fünf S 10 Lokomotiven den Wünschen der LBE angepasst. Wie alle LBE Lokomotiven trugen auch dies Loks einen olivgrünen Anstrich, der Tender war abweichend von der Staatsbahnausführung dreiachsig, um auf den kleineren Drehscheiben gewendet zu werden. Auffällig war, dass der Kessel kürzer und Schmaler gebaut war; auch das Triebwerk wies gegenüber den Staatsbahn Lokomotiven geringfügige Änderungen aus. Insgesamt wirkten die Lokomotiven zierlicher und sehr elegant.

Ich verweise auf den Artikel über die S 10 der "Freunde der LBE".

 Schnellzuglokomotiven, die vor 1917 angeschafft wurden.

Loknummer Name Gattung Bauart Baujahr Ausmusterung
80 Weichsel S10 2'C h4 1912 -
81 Oder S10 2'C h4 1912 -
82 Elbe S10 2'C h4 1912 -
85 Weser S10 2'C h4 1913 -
86 Rhein S10 2'C h4 1914 -
72 Neckar S5 2'B n2 v 1908 1926
73 Main S5 2'B n2 v 1908 1928
74 Mosel S5 2'B n2 v 1908 1930
75 Lahn S5 2'B n2 v 1909 1936
76 Ahr S5 2'B n2 v 1909 1931
78 Sieg S5 2'B n2 v 1910 1931
79 Wupper S5 2'B n2 v 1910 -